Partnerstädte

Partnerstadt Bottrop

 

Bottrop und Berlin-Mitte

Bereits im Jahr 1956 wurden durch erste Kontakte des Stadtjugendringes Verbindungen zum Bezirk Wedding
in Berlin aufgenommen und damit die Grundlagen für die erste Städtepartnerschaft gelegt. Vier Jahre später wurde
die Sportjugend aktiv. Seit damals werden regelmäßig einmal im Jahr Sportjugendbegegnungen – wechselweise in Berlin und
in Bottrop – ausgetragen. An den Wettkämpfen beteiligt sich seit 1964 auch die Sportjugend der französischen Partnerstadt Tourcoing.
Nachdem 1966 die Aufnahme freundschaftlicher Beziehungen offiziell bestätigt wurde, dauerte es jedoch noch bis
November 1983, bis beide Gemeinden endgültig die Partnerschaftsurkunden austauschten.

Auch Schulklassen, Behinderten- und Seniorengruppen fahren inzwischen regelmäßig nach Berlin-Wedding bzw. Berlin-Mitte.
Ein besonderes Ereignis in den Begegnungen war beispielsweise im August 1997 auf ihrer Deutschland-Tournee der Halt
der Bottroper „Motorrad-Veteranen“ im Wedding, wo sich die Gruppe ins Goldene Buch von Berlin-Wedding eintragen durfte.

Der Wedding ist ein traditionelles Arbeiterviertel in Berlin und lag zu den Zeiten der DDR direkt an der Mauer zum
Ostteil Berlins. Bei der Bezirksreform im Jahr 2000 hat der Wedding gemeinsam mit dem Tiergarten und dem alten
Ost-Bezirk Mitte den neuen Bezirk Berlin-Mitte gebildet. Nach entsprechenden Gesprächen besteht seit dem 1. Januar 2001
die Partnerschaft nun mit dem Bezirk Berlin-Mitte mit seinen fast 360.000 Einwohnern.

(Quelle: Webseite der Stadt Bottrop-Städtepartnerschaften)
 
 
 
Kassel und Berlin-Mitte

Ansprechpartner in der Fremde-Die Städtepartnerschaft zwischen Kassel und Berlin-Mitte soll wiederbelebt werden!

(Ein Bericht bzw. Artikel der freien Journalistin und Texterin: PH I L I N E  PROFT)

Welchen Wert haben Städtepartnerschaften heutzutage, in Zeiten von Schüleraustauschen nach Südkorea oder Neuseeland?
Der Austausch zwischen Kassel und dem Bezirk Berlin-Mitte, der seit 1962 besteht (damals: Tiergarten),
soll wiederbelebt werden.

Dazu traf sich der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Berlin-Wedding, Ulrich Davids, mit den Kasselerinnen
Angela Landgrebe und Brigitte Bergholter (ehemalige Beauftragte für Städtepartnerschaften der Stadt Kassel).
Sie diskutierten und besichtigten kulturelle Projekte in der Hauptstadt. Insgesamt unterhält die Stadt Kassel
neun Partnerschaften zu Städten in der ganzen Welt.

Im Kalten Krieg hatten Städtepartnerschaften eine besondere Bedeutung: Es ging darum, Menschen zusammenzubringen
und den Frieden in Europa zu fördern. „Heutzutage kann man es von Kassel nach Berlin auch so schaffen“, betont Bergholter.
So läge die Hauptaufgabe einer Städtepartnerschaft darin, eine gemeinsame Kultur zu erleben, gesellschaftliche und
politische Ähnlichkeiten zu erkennen und voneinander zu lernen.

© Foto: PH I L I N E PROFT

Persönliche Ansprechpartner

Neben Kooperationen ist für Angela Landgrebe der persönliche Gewinn entscheidend, den Städtepartnerschaften
erzeugen könnten. Persönliche Ansprechpartner in einer fremden Stadt und die Erlebnisse, die man miteinander teilt,
seien insbesondere in Zeiten der Digitalisierung entscheidend.

Städtepartnerschaften haben laut Bergholter auch die Aufgabe, über den Tellerrand zu schauen: Was gibt es dort?
Was haben andere für Ideen? Was kann man voneinander übernehmen? „Ideen gab es in der Vergangenheit viele,
nur fehlte es am Geld.“

Das Partnerschaftsmodell soll nicht nur auf dem Papier festgeschrieben, sondern aktiv am Leben erhalten werden.
Auch und gerade mit Berlin. Die Kasselerinnen und der Berliner gingen mit dem Vorsatz auseinander, die Städtepartnerschaft
zwischen dem Berliner Bezirk und der Stadt Kassel erneut mit Leben zu füllen. Dafür wolle man sich auf Kooperationen
im Bereich Kultur konzentrieren.

(Quelle press reader HNA Kassel Mitte 25 Mai 2016)
Weitere partnerschaftliche Verbindungen bestehen zum Lahn-Dill-Kreis, der Stadt Hamm,
der Stadt Holon in Israel, der Stadt Tourcoing in Frankreich und der Stadt Higashioska in Japan.
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